Viele
Eltern und Erziehende sind verunsichert bezüglich der Mediennutzung
ihrer Kinder. Häufig ist diese auf kommerzielle Spiele einseitig
ausgerichtet. Hauptgrund hierfür sehen die Erfinder des Pinguin
Cafés im Mangel an Information über das Angebot von PC-Software
für Kinder.
Dabei
begeistern sich gerade Jüngere für Programme mit kreativem
Potenzial wie Tuxpaint und ähnliches und finden sich aufgrund
ihres intuitiven Zugangs schnell ohne viel Hilfestellung mit diesen
zurecht. Die Tux-Software zeichnet sich durch attraktive Oberflächen
und einfache Nutzung, aber auch durch Veränderbarkeit im Code
aus und weist damit den Weg in Informatik und Programmieren.
Die
Medienpädagogen M.Dow und L.Brass, die 2004 das Open-Learning
Centre Blue Crane in East Londen, Südafrika, gründeten,
bringen hier ihre jahrelange Erfahrung in der Medienarbeit mit Kindern
ein. Nach der Initialzündung durch Lust an der Sache und der
Selbstbestimmung des Inhalts steht die Weitergabe von Fähig-
und Fertigkeiten sowie Wissen von Kindern an Kinder, was partnerschaftliche
Kooperation von allen Beteiligten erfordert und so soziale Kompetenzen
fördert. Das Lernen mit dem PC wird zum Selbstläufer.
Das
der Wissensgesellschaft auf den Leib geschriebene “Klassenzimmer
der Zukunft” in die Gegenwart geholt und erfahrbar gemacht,
auch dies steckt im Pinguin Café.
Nach
LinuxTag wird das Pinguin Café in permanente Räume umziehen.
Augenblicklich konzentriert sich die Suche nach einem geeigneten Ort
auf die Stadtteile Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg. Mit
Sicherheit wird die Nachbarschaft von den oben genannten Eigenschaften
eines solchen Ortes der Begegnung mit den neuen Medien profitieren.